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Impressionen rund ums Festival 2017 inkl. Preisverleihungen
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Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival e.V. stellt sich vor

Shorts at Moonlight Kurzfilmfestival e.V. wurde 2003 als gemeinnütziger Verein in Hofheim gegründet, wo die Initiatorin des Festivals, Gudrun Winter, ihren Wohnsitz hat. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, die hervorragenden, insbesondere deutschen Kurzfilme einem Publikum zu präsentieren. Das gelang nun schon fünfzehn Mal mit stetig wachsendem Erfolg. Das Festival findet von Mitte Juli bis Mitte August in den schönsten Schlössern und Parks der Region Frankfurt Rhein-Main Open Air statt. Dabei werden rund 7 Filme je Vorstellung gezeigt. Manche sind nur 1 Minute lang, andere dauern fast 30 Minuten. Dabei wird auf eine gute Mischung geachtet. So ist an jedem Abend für jeden etwas dabei. Romantische Filme wechseln sich mit spannenden ab, kritische oder dokumentarische mit skurilen und lustigen. Den Abschluss eines jeden Abends bildet eine Komödie, damit alle Zuschauer gut gelaunt nach Hause gehen. Immer mehr Besucher sind Dauergäste und haben es sich zum Sommerritual gemacht, mit dem Festival von Schauplatz zu Schauplatz zu ziehen und sich so möglichst keinen der über 100 kurzen Kurzfilme entgehen zu lassen. Dank des Festivalpasses für 30 Euro ist das ein erschwingliches Vergnügen.

Dem Verein geht es bei der Ausrichtung der Veranstaltungen nicht nur um das zweifellos hochkarätige und abwechslungsreiche Programm sondern auch darum, den Filmen - diesen kleinen Juwelen - einen angemessenen Rahmen zu bieten und gleichzeitig dem Publikum einen unvergesslich schönen Abend zu bereiten. Dafür wird einiges getan. Natürlich überzeugt der Veranstaltungsort mit seinem Ambiente schon an sich. Oft gibt es sonst kaum Gelegenheit, sich es in den Schlossparks oder Innenhöfen so  gemütlich zu machen. Eine aufmerksame Gastronomie unterstützt das natürlich genau so, wie die Musik, die oft live zur Einstimmung und Entspannung vor den Filmen geboten wird. Ehrenamtlichen Helfer geben sogar kostenlos Decken oder - falls notwendig - Regencapes aus, damit sich alle so richtig wohl fühlen. Das Publikum wird so geradezu „bemuttert“. Durch Moderatoren erfährt man Interessantes über die Welt des kurzen Films und natürlich auch von den Regisseure oder Produzenten, die ihren Film persönlich auf dem Festival präsentieren und interviewt werden.

Während der Festivalabende liegt eine Stimmung in der Luft, die die wohlige Zufriedenheit der Besucher mit wachem Interesse, Entspannung und guter Laune verbindet. Nicht selten finden sich dann auf den Stimmzetteln, mit denen das Publikum allabendlich die Filme bewertet, Bemerkungen wie „Vielen Dank für diesen wunderbaren Abend“ oder „Bitte nichts ändern“. Wer mitmachen will, kann Mitglied werden, mit anpacken und/oder Filme auswählen (Download Anmeldeformular oder an der Abendkasse).

Erfolgsstory Kurzfilm

In der Kürze liegt die Würze – und zugleich jede Menge Möglichkeiten, der Fantasie freien Lauf zu lassen. Das immer wieder erfrischende Genre Kurzfilm erlebt einen ungeahnten Boom. Beim Publikum kommen die kurzen, prägnant erzählten Geschichten hervorragend an, und in den Fachkreisen wächst die Anerkennung für die Leistung, die großen Gefühle im kleinen Format wieder zu geben. Der Kurzfilm ist für das Filmland Deutschland eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht: In den vergangenen Jahren wurden Kurzfilme aus Deutschland in verschiedenen Kategorien auffällig oft mit Oscar-Auszeichnungen bedacht. Unter anderem im Jahr 2000 „Quiero ser“ von Florian Gallenberger und 2003 „Die rote Jacke“ von Florian Baxmeyer. 2005 gewann Ulrike Grotes Abschlussfilm an der Hamburger Medienschule „The Runaway“ (Der Ausreißer) den Studenten-Oscar und war damit automatisch für den Oscar für den Besten Kurzfilm nominiert. 2008 hat ein deutsch-schweizer Kurzfilm den Studentenoscar gewonnen: "Auf der Strecke" von Reto Caffi. 2009 hat der Film "Spielzeugland" von Jochen Alexander Freydank den Oscar gewonnen und "Our Wonderful Nature" von Tom Eshed war 2009 für den Studenten-Oscar nominiert. Natürlich waren und sind diese Filme auch bei Shorts at Moonlight zu sehen. Das Festival hat in der kurzen Zeit seines Bestehens schon viele Oscar-prämierte und -nominierte Filme gezeigt. Das wird auch in diesem Jahr wieder so sein.

Filmregion Frankfurt Rhein-Main

Das Kurzfilmfestival „Shorts at Moonlight“ macht deutlich, dass in der Region Frankfurt Rhein-Main eine lebendige Filmszene besteht. „Einen besonderen Akzent setzen wir dabei auf Produktionen aus dem Rhein-Main-Gebiet“, erläutert Gudrun Winter, Initiatorin des Festivals und dessen künstlerische und organisatorische Leiterin. Sie selbst ist bei der Auswahl der Filme auch wesentlich beteiligt. Ihrer Meinung nach hat sich das Finanz- und Kulturzentrum Frankfurt immer mehr zu einem wichtigen Standort der Medienindustrie entwickelt. Deshalb wurden bereits in den vergangenen Jahren in der Region ansässige Institutionen vorgestellt, die für Filmschaffende in ganz Deutschland bedeutend sind und ihren Sitz „hier bei uns“, in diesem Fall in Wiesbaden haben. Es sind die Filmbewertungsstelle, die die in der Filmbranche begehrten Prädikate „wertvoll“ und „besonders wertvoll“ vergibt, Die Friedrich Wilhelm Murnau Stiftung, die einmal jährlich die mit am höchsten dotierten deutschen Kurzfilmpreise vergibt und das Kuratorium Junger Deutscher Film, das junge Kurz- und Langfilmer bei besonders hochwertigen Projekten unterstützt. Darüber hinaus sind weitere Partner aus der Region zu nennen wie der Bundesverband Jugend und Film, das Filmhaus Frankfurt, das Filmmuseum, das Deutsche Filminstitut sowie Hochschulen, TV-Sender, Produktionsfirmen und Regisseure aus der Region, die an dem Festival mit einem Film teilnahmen.

Auch in diesem Jahr werden wieder in der Region produzierten Filmen, die als "Wir von hier" gekennzeichnet sind, in einem gesonderten Programm präsentiert und auch prämiert.  Das Publikum kann sich so selbst ein Bild von der Arbeit dieser Institutionen verschaffen und bekommt damit ein Stück mehr Einblick in die Welt des Films.

Unter dem Slogan „Wir von hier“ soll die Leistungsstärke der Filmschaffenden der Rhein-Main Region auch den Besuchern deutlich gemacht werden. "Die Region hat viele gute Filme zu zeigen." meint Gudrun Winter.  Wenn auch in diesem Jahr wieder  die Filme aus der Sektion "Wir von hier" präsentiert werden, werden natürlich wie immer besonders viele Regisseure als Gäste erwartet. In Oestrich-Winkel findet die Preisverleihung der Filme aus  dem Programm „Wir von hier“ Programm statt (ab 3. August).

Mit dem Konzept, die besten aktuellen Kurzfilme in Städten und Gemeinden im Rhein-Main-Gebiet zu zeigen, hat „Shorts at Moonlight“ ein fast unbegrenztes Wachstumspotenzial und zählt schon jetzt mit seinen rund 9.000 Besuchern zu den größten Kurzfilmfestivals in Deutschland. „Wir kommen den Zuschauern entgegen, weil wir so dem Kurzfilm viele neue Fans bescheren können. Der Einstieg in die wunderbare aber vielen unbekannte Welt des Kurzfilms ist so für das Publikum einfach leichter.“ meint Gudrun Winter.

Unterstützung von vielen Seiten

Dass neben Politik auch Wirtschaft und Industrie das Rhein-Main-Gebiet nicht nur als Wirtschaftsstandort, sondern auch als Kulturlandschaft mit hohem Freizeitwert begreifen und fördern möchten, zeigt das große Engagement der gastgebenden Städte und Gemeinden. Ihre vielseitigen Kontakte und Anregungen steuert die Stadt Frankfurt bei, die neben der Hessen Film und Medien, den Kulturfonds Frankfurt-RheinMain der Mainova sowie der Volksbank Höchst und der Taunus Sparkasse zu den Hauptsponsoren gehört.

In diesem Jahr tritt die touristische Komponente des Festivals stärker hervor, denn Schlösser und Parks in der Region Frankfurt RheinMain mit attraktiven Open Air Veranstaltungen – das hat auch Außenwirkung, über die Region hinaus. Das Lindner Congress Hotel Frankfurt bietet als „Festivalhotel“ für Shorts at Moonlight den Regisseuren, deren Filme auf dem Festival gezeigt werden, einen attraktiven Ruheplatz.

In Oestrich-Winkel nächtigen die Gäste gerne im Hotel Fine Living oder im Hotel Schwan die ebenso wie das Hotel Lindner Partner des Festivals sind.

Filmbezogene Vita von Gudrun Winter und Historie Shorts at Moonlight


Als sich die diplomierte Betriebswirtin entschied, ihre Position als Geschäftsführerin in einem internationalen Konzern gegen eine Tätigkeit im künstlerischen Bereich einzutauschen, zeichnete sich die Gründung und Leitung eines Kurzfilmfestivals noch nicht einmal vage am Horizont ab.

Zunächst galt ihr Interesse der Schauspielerei. Mit einer ersten von ihr gegründeten Laien-Theatergruppe entfaltete sich das Interesse. Die Entscheidung für eine Professionalisierung war schnell getroffen und so absolvierte sie eine Ausbildung an einer der weltweit renommierten Schauspielschulen, bei Lee Strassberg in New York. Noch in USA wirkte sie bei diversen TV- und Filmproduktionen mit, unter anderem bei der Kult-Serie „Sopranos“. Zurück in Deutschland gründete sie ein Tourneetheater, produzierte und spielte Theater, richtete aber auch gleichzeitig ihr Interesse auf die Filmsparte. Die Sichtweise des Schauspielers ergänzte sie bald durch Arbeiten für internationale und nationale Produktionen hinter der Kamera in unterschiedlichen Funktionen. Auch schrieb sie Drehbücher für Lang- und Kurzfilme. Bald waren ihre ersten Kurzfilme realisiert. Durch Festivalteilnahmen bei renommierten Filmfestivals von Moskau bis Los Angeles lernte sie die Filmfestivalszene kennen. Es entstand die Idee, Kurzfilme so zu präsentieren, wie es ihrer Qualität angemessen ist und andererseits vom Publikum als attraktiv empfunden werden würde. Schlüsselerlebnis war eine Festivalteilnahme in Grenoble, wo ihr Kurzfilm QUITT als einziger nicht-französischer Film lief. Open Air auf der großen Piazza, umrandet von netten kleinen Restaurants wurden in lauen Sommernächten Kurzfilme vor einer unüberschaubaren Menge von Kurzfilmfans präsentiert. Das Vorbild für Shorts at Moonlight war gefunden.

2003 startete dann das Festival erstmals mit 2 Abenden und jeweils 10 Filmen im Alten Wasserschloss in Hofheim Open Air und war restlos ausverkauft. Das Publikum war von Anfang an begeistert. Zwischenzeitlich ist das Festival gewachsen und hat im Höchster Schloss in Frankfurt am Main und dem Schloss Reichartshausen in Oestrich-Winkel perfekt geeignete großflächige Spielstätten gefunden.  Shorts at Moonlight hat sich international einen Namen gemacht und ist verschwistert mit dem größten indischen Filmfestival (IFFI in Goa) und dem Kurzfilmfestival in Sao Paulo, Brasilien. Mit diesen Partnern werden Filme ausgetauscht. Für das indische Filmfestival war Frau Winter 2008 in die Jury berufen und kuratiert in diesem Jahr ein internationales und ein deutsches Programm. Auch für Minsk in Weissrussland stellt sie bereits seit drei Jahren ein Programm zusammen, das dort präsentiert wurde.

Für die EXPO 2015 in Mailand hat Shorts at Moonlight das Kurzfilmprogramm für den Deutschen Pavillon kuratiert. 

Ein wichtiger Höhepunkt der Anerkennung war die Verleihung des Hessischen Verdienstordens am Bande für das außergewöhnliche ehrenamtlich Engagement von Gudrun Winter 2013 durch den Chef der Hessischen Staatskanzlei Herrn Staatsminister Axel Wintermeyer.